Diavola Pro V3 Test & Erfahrungen: Mein ehrlicher Erfahrungsbericht nach den ersten Pizzen

Diavola Pro V3 Erfahrungen, Testbericht und persönliche Einschätzung: Wie gut ist der mobile Diavola V3 Pro Pizzaofen? Wie schlägt er sich beim Pizzabacken, wie funktioniert das Einbrennen des Pizzasteins und was passiert, wenn der Naturstein bereits beim ersten Aufheizen reißt? In diesem Erfahrungsbericht teile ich meine persönlichen Erfahrungen mit dem Diavola Pro, bestellt bei Agrieuro.

Warum ich mich für den Diavola Pro entschieden habe

Ich wollte schon länger einen eigenen Pizzaofen. Allerdings sollte es kein schweres Gerät sein, das einmal auf der Terrasse seinen festen Platz bekommt und anschließend nur noch mit erheblichem Aufwand bewegt werden kann.

Für mich war deshalb vor allem eines wichtig: Der Pizzaofen sollte mobil sein.

Bei meiner Recherche bin ich schließlich auf den Diavola Pro gestoßen. Freunde hatten mir empfohlen, die Variante mit Sichtfenster zu nehmen. Ich habe mich trotzdem bewusst dagegen entschieden und die Version ohne Sichtfenster bestellt.

Der Grund war einfach: Gewicht und Mobilität waren mir wichtiger als das zusätzliche Sichtfenster.

Ich wollte einen Pizzaofen, den ich unkompliziert bewegen, verstauen und gegebenenfalls auch einmal zu Freunden mitnehmen kann.

Bestellt habe ich den Ofen bei Agrieuro.

Bestellung und Lieferung bei Agrieuro

Die Bestellung verlief grundsätzlich problemlos. Man sollte lediglich wissen, dass Agrieuro hinsichtlich der Liefergeschwindigkeit nicht mit Amazon vergleichbar ist.

Nach einigen Tagen Wartezeit war es dann aber so weit: Der Diavola Pro V3 wurde geliefert und die Vorfreude war entsprechend groß.

Pizzaofen auspacken, aufbauen, Anleitung lesen – und dann sollte es eigentlich losgehen.

Diavola Pro V3 einbrennen: Der Pizzastein reißt bei 400 Grad

Vor dem ersten Einsatz habe ich mir die Bedienungsanleitung genau angesehen. Das Einbrennen beziehungsweise erstmalige Aufheizen des Pizzaofens ist dort grundsätzlich verständlich beschrieben.

Also habe ich den Ofen entsprechend der Anleitung vorbereitet und die Temperatur langsam hochgefahren.

Bei ungefähr 400 °C passierte dann allerdings das, was man bei einem neuen Pizzaofen eigentlich überhaupt nicht erleben möchte:

Der Biscotto Pizzastein ist gerissen.

Und zwar nicht nach Wochen oder Monaten der Nutzung, sondern bereits beim ersten Einbrennen.

Der Riss zieht sich dabei fast bis zur Mitte des Natursteins.

Unschwer zu erkennen, dass es ein Riss ist, der fast bis zur Mitte geht.

Ist ein gerissener Pizzastein beim Diavola Pro normal?

Genau diese Frage habe ich mir natürlich gestellt.

Ich habe den Hersteller kontaktiert und den Schaden geschildert. Die Antwort war sinngemäß, dass kleinere Risse bei Naturstein vorkommen können und die Funktion des Steins dadurch nicht beeinträchtigt werde.

Technisch mag das vielleicht stimmen.

Für mich stellt sich allerdings eine andere Frage:

Was ist bei einem neuen Pizzaofen ein „kleiner Riss“?

Ein Riss, der sich beim allerersten Einbrennen fast bis zur Mitte des Pizzasteins zieht, ist für mich jedenfalls kein kleiner Riss.

Und genau hier liegt für mich der größte Kritikpunkt an meinen bisherigen Diavola-Erfahrungen.

Nicht unbedingt darin, dass ein Biscotto Naturstein reißen kann. Naturstein ist schließlich ein Naturprodukt und wird beim Pizzabacken extremen Temperaturbelastungen ausgesetzt.

Was mich viel mehr ärgert, ist die Reaktion des Herstellers.

Anstelle von Freude einfach viel Enttäuschung.

Mein Ärger über den Hersteller

Ich habe einen neuen Pizzaofen gekauft und ihn genau so vorbereitet, wie es in der Anleitung beschrieben ist.

Beim ersten Einbrennen entsteht ein deutlicher Riss im Pizzastein.

Meine Erwartung wäre gewesen, dass der Hersteller sagt:

„Kein Problem, wir schicken Ihnen einen neuen Stein. Oder Hey wir machen Hälfte Hälfte…“

Stattdessen wurde mir über Agrieuro vermittelt, dass der Riss die Funktion nicht beeinträchtige und ich den Stein weiter verwenden könne.

Natürlich kann ich das tun.

Aber möchte ich das?

Ehrlich gesagt: Nein.

Denn bei jeder weiteren Pizza bleibt die Frage, ob aus dem vorhandenen Riss irgendwann ein größerer Schaden wird. Und unabhängig davon ist ein nahezu bis zur Mitte gerissener Stein für mich bei einem neuen Pizzaofen schlicht kein zufriedenstellender Zustand.

Meine anfängliche Begeisterung für den Diavola ist dadurch tatsächlich von 10 auf 1 Punkt gefallen.

Die ersten Pizzen: Fertigteig von Waldi statt eigener Pizzateig

Nach diesem eher ernüchternden Start wollte ich den Ofen natürlich trotzdem ausprobieren.

Eigentlich hatte ich ursprünglich vor, meinen Pizzateig selbst herzustellen. Für die ersten Versuche habe ich es mir dann aber bewusst etwas einfacher gemacht.

Also bei „Waldi“ bestellt.

Dort habe ich fertigen Pizzateig und San-Marzano-Tomatensauce gekauft. Schließlich wollte ich zunächst herausfinden, was der Ofen überhaupt kann, bevor ich mich gleichzeitig mit Teigrezepten, Hydration, Gehzeiten und Fermentation beschäftige.

Das Ergebnis?

Nun ja.

Die ersten Pizzen waren eher mittelmäßig.

Allerdings würde ich das ausdrücklich nicht dem Diavola anlasten.

Der Ofen kann schließlich nichts dafür, wenn derjenige davor noch lernen muss, wie man eine gute Pizza backt.

Diavola Pizzaofen: Von desolat zu immer besser

Mit jeder Pizza wurde es besser.

Die ersten Versuche waren teilweise wirklich desolat. Aber nach und nach habe ich ein Gefühl dafür bekommen, wie schnell der Diavola auf Temperatur kommt, wie heiß der Pizzastein wird und wie schnell eine Pizza unter diesen Bedingungen tatsächlich gebacken wird.

Und genau das macht Spaß.

Ein Pizzaofen mit Temperaturen um 400 °C und mehr funktioniert nun einmal völlig anders als ein gewöhnlicher Haushaltsbackofen.

Plötzlich geht es um Sekunden.

Pizza einschießen, beobachten, drehen, wieder beobachten – und rechtzeitig herausnehmen.

Das richtige Timing ist dabei eine Wissenschaft für sich.

Mein größtes Problem: Oberhitze und Unterhitze

Was mir momentan noch nicht zuverlässig gelingt, ist das perfekte Zusammenspiel von Ober- und Unterhitze.

Mein persönlicher Endgegner lautet deshalb momentan:

Oben fertig, unten verbrannt.

Oder genau andersherum.

Manchmal sieht der Rand bereits fantastisch aus, während der Boden noch nicht so weit ist. Wartet man dann länger, ist der Boden plötzlich deutlich dunkler als gewünscht.

Hier fehlt mir schlicht noch die Erfahrung.

Ich bin deshalb auch noch weit davon entfernt, Pizzen wie bei Einfach Pizza zu produzieren.

Das betrifft sowohl die Optik als auch das Zusammenspiel von Ober- und Unterhitze.

Aber auch das gehört für mich zu einem ehrlichen Pizzaofen-Test dazu: Nicht jedes schlechte Ergebnis ist automatisch ein schlechtes Ergebnis des Ofens.

Manchmal ist schlicht der Pizzabäcker das Problem.

Und in meinem Fall ist das momentan definitiv so.

Was mir am Diavola Pro gefällt

Trotz des Ärgers mit dem Pizzastein gibt es durchaus Dinge, die mir am Diavola Pro gefallen.

1. Die Mobilität

Das war für mich der Hauptgrund für den Kauf – und genau hier erfüllt der Ofen meine Erwartungen.

Der Diavola Pro ist für mich interessant, weil er nicht zwingend einen festen Platz auf der Terrasse benötigt.

Wer seinen Pizzaofen gelegentlich bewegen oder verstauen möchte, bekommt hier ein Konzept, das deutlich besser zu diesem Einsatzzweck passt als ein schwerer, fest installierter Pizzaofen.

2. Die hohen Temperaturen

Ein echter Pizzaofen eröffnet beim Backen Möglichkeiten, die ein normaler Backofen schlicht nicht bietet.

Die hohen Temperaturen sorgen dafür, dass sich das gesamte Backverhalten verändert.

Die Pizza ist innerhalb kürzester Zeit fertig und man kann mit unterschiedlichen Temperaturen und Backzeiten experimentieren.

3. Der Lerneffekt

Vielleicht ist das sogar mein persönliches Highlight.

Man lernt tatsächlich mit jeder Pizza dazu.

Wie viel Belag ist sinnvoll? Wie lange muss die Pizza auf dem Stein bleiben? Wann muss ich drehen? Wie heiß darf der Stein sein? Wann ist die Oberhitze zu stark?

Ich bin noch lange nicht am Ziel – aber genau das macht das Ganze interessant.

Was mir am Diavola Pro nicht gefällt

Der größte Kritikpunkt bleibt für mich eindeutig der gerissene Pizzastein beim ersten Einbrennen.

Noch problematischer empfinde ich allerdings die Haltung des Herstellers.

Ein Naturstein kann möglicherweise reißen. Das kann ich nachvollziehen.

Was ich weniger nachvollziehen kann, ist, dass ein beim ersten Einbrennen fast bis zur Mitte gerissener Stein bei einem neuen Gerät als unproblematisch betrachtet wird.

Hier hätte ich mir deutlich mehr Kundenorientierung gewünscht.

Das fehlende Sichtfenster: Bewusst darauf verzichtet

Was mir beim Backen inzwischen fehlt, ist ein Sichtfenster. Gerade am Anfang wäre es hilfreich, die Pizza während des Backens besser beobachten zu können, ohne den Ofen öffnen zu müssen.

Allerdings kann ich diesen Punkt dem Diavola Pro beziehungsweise dem Hersteller nur bedingt vorwerfen. Ich wusste beim Kauf, dass ich mich bewusst für die Variante ohne Sichtfenster entschieden hatte. Meine Priorität lag damals klar auf einem möglichst leichten und mobilen Pizzaofen. Das fehlende Sichtfenster war daher keine böse Überraschung, sondern eine bewusste Kaufentscheidung.

Heute würde ich die Entscheidung möglicherweise anders treffen – aber das ist eher eine Erkenntnis aus der Praxis als ein Kritikpunkt am Produkt.

Was ich als weitere Erfahrung verbuche

Einsatz im Freien: Auf dem Balkon wird es schwieriger

Eine interessante Erfahrung habe ich außerdem beim Einsatz des Diavola Pro auf einem Balkon im Freien gemacht. Dort hat der Ofen die von mir erwartete Temperatur nicht erreicht. Ich vermute, dass dafür vor allem der Wind verantwortlich war, der dem Ofen trotz seiner hohen Heizleistung offenbar ordentlich zugesetzt hat.

Für mich ist das kein grundsätzlicher Kritikpunkt am Ofen, sondern eher eine Erfahrung, die man bei der Nutzung im Freien berücksichtigen sollte. Die Bedingungen unterscheiden sich eben deutlich davon, wenn der Pizzaofen etwas geschützter steht. Gerade bei Wind sollte man deshalb nicht automatisch davon ausgehen, dass die angegebene Maximaltemperatur problemlos erreicht wird.

Diavola Pro Test: Mein bisheriges Fazit

Mein Fazit fällt deshalb zweigeteilt aus.

Der Diavola Pro als Pizzaofen könnte eigentlich Spaß machen.

Ich mag die Mobilität, ich mag das Konzept und ich merke mit jedem Versuch, dass ich langsam besser darin werde, mit hohen Temperaturen zu arbeiten.

Gleichzeitig hat der gerissene Pizzastein beim ersten Einbrennen meine Freude am Produkt erheblich getrübt.

Und noch mehr als der Riss selbst ärgert mich die Reaktion des Herstellers.

Vielleicht hält der Stein noch sehr lange.

Vielleicht bleibt der Riss tatsächlich ohne Folgen.

Vielleicht wird er aber auch irgendwann größer.

Das kann ich nach meinen bisherigen Erfahrungen schlicht noch nicht beurteilen.

Was ich beurteilen kann, ist mein aktuelles Gefühl gegenüber dem Produkt.

Und deshalb lautet meine Antwort auf die entscheidende Frage:

Würde ich den Diavola Pro aktuell weiterempfehlen?

Nein.

Zumindest nach meinen bisherigen Erfahrungen würde ich den Diavola Pro aktuell nicht uneingeschränkt weiterempfehlen.

Nicht, weil der Ofen grundsätzlich schlecht wäre oder weil die Pizzen nicht funktionieren würden.

Und auch nicht, weil ich als Pizzabäcker bereits besonders gute Ergebnisse erzielen würde – davon bin ich noch ein gutes Stück entfernt.

Der entscheidende Punkt ist für mich vielmehr der gerissene Pizzastein beim ersten Einbrennen und der anschließende Umgang des Herstellers mit diesem Problem.

Hätte man mir unkompliziert einen neuen Pizzastein zur Verfügung gestellt, würde dieser Erfahrungsbericht vermutlich deutlich positiver ausfallen.

So bleibt bei mir aktuell ein gemischtes Gefühl:

Freude am Pizzaofen ja – aber deutlich weniger Vertrauen in den Hersteller.

Und genau deshalb werde ich den Diavola Pro natürlich weiter ausprobieren. Ich möchte herausfinden, was mit dem Ofen tatsächlich möglich ist, meinen eigenen Teig herstellen und hoffentlich irgendwann auch optisch und geschmacklich deutlich näher an die Ergebnisse kommen, die man von erfahrenen Pizzabäckern kennt.

Ob der gerissene Stein dabei langfristig tatsächlich kein Problem darstellt, wird sich zeigen.

Ich werde berichten.


Häufige Fragen zum Diavola Pro

Ist der Diavola Pro ein guter Pizzaofen?

Der Diavola Pro bietet aus meiner persönlichen Sicht einige interessante Eigenschaften, insbesondere wenn ein möglichst mobiler Pizzaofen gesucht wird. Meine Erfahrungen sind allerdings durch den bereits beim ersten Einbrennen gerissenen Pizzastein deutlich getrübt.

Ist es normal, dass der Pizzastein beim Diavola reißt?

Laut Hersteller können kleinere Risse bei Naturstein vorkommen und die Funktion nicht beeinträchtigen. In meinem Fall entstand beim ersten Einbrennen bei rund 400 °C jedoch ein Riss, der sich fast bis zur Mitte des Steins erstreckt. Das empfinde ich persönlich nicht mehr als kleinen Riss. Eine Information, wie der Hersteller mit solchen Fällen umgeht, kann man auf der Webseite (08.09.2026) zumindest nicht direkt finden.

Kann man mit einem gerissenen Pizzastein weiterbacken?

Der Hersteller hat mir mitgeteilt, dass der Riss die Funktion des Natursteins nicht beeinträchtige. Ich persönlich hätte bei einem neuen Pizzaofen allerdings einen Austausch des Steins erwartet und empfinde einen nahezu bis zur Mitte reichenden Riss als unbefriedigend.

Wo habe ich den Diavola Pro 3 gekauft?

Ich habe meinen Diavola bei Agrieuro bestellt. Die Lieferung dauerte einige Tage, was man bei der Bestellung berücksichtigen sollte.

Würde ich den Diavola Pro wieder kaufen?

Nach meinen bisherigen Erfahrungen würde ich aktuell eher nein sagen. Der Hauptgrund ist nicht die grundsätzliche Leistung des Pizzaofens, sondern der beim ersten Einbrennen entstandene Riss im Pizzastein und vor allem der Umgang des Herstellers damit.

Ob ein solcher Schaden tatsächlich einen Garantie- oder Gewährleistungsfall darstellt, wird übrigens unterschiedlich bewertet. Auch verschiedene Einschätzungen, die ich dazu eingeholt habe, kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Eine eindeutige Antwort möchte ich deshalb gar nicht geben.

Mit diesem Erfahrungsbericht möchte ich vor allem darauf aufmerksam machen, dass ein solcher Riss bereits beim ersten Einbrennen passieren kann. Ob man dieses Risiko beim Kauf des Diavola eingehen möchte, muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden. 

Für mich bleibt deshalb ein gemischtes Gefühl: Freude am Pizzaofen – aber wenig Vertrauen in den Umgang des Herstellers mit dem Thema.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*