Philips Living Colors Iris im Langzeit-Test

Seit gut fünf Jahren haben wir die Living Colors Iris Lampe bereits im Einsatz. Zwischenzeitlich hatten wir sogar drei dieser Leuchten im Test. Ich würde die Living Colors Serie als Vorreiter und Webbereiter der weit populäreren Philips Hue Serie bezeichnen. Gut, dass Philips hier die Möglichkeit geschaffen hat, Living Colors mit Hue zu verbinden, aber dazu später mehr.

Vorteile:

  • Besonderes Design
  • Wundervolles Licht und gute Ausleuchtung
  • 16 Millionen Farben
  • Smarte und via Fernbedienung steuerbar
  • 2 Favoriten Farbtöne speicherbar

Nachteile:

  • Besonderes Design
  • Fernbedienung gewöhnungsbedürftig
  • Erst ab 2 Gen mit HUE verknüpfbar
  • Plastik Lampe
  • Keine weißen LEDs

Living Colors Iris

Die schöne Leuchte Iris ist eine der ersten smarten Lampen überhaupt. Neben ihrem auffälligen kugelförmigen Design ließ sich die Lampe bereits in der ersten Generation mit einer Fernbedienung steuern.

Aus 16 Millionen Farben wählt man hier seine Lieblingsfarben aus oder lässt sich durch die automatischen Farbwechsel inspirieren.

Wer eine neuere Living Colors Iris besitzt (gemeint sind Lampen ab der Gen 2) kann diese auch in sein Hue Netzwerk integrieren und die Lampe mit dem Handy steuern.

Mittlerweile gibt es die Lampe in transparent und schwarz in der dritten Generation. Fraglich ist, ob es eine vierte geben wird, da Philips bzw. signify mit der Lampe Hue Go zumindest einen inoffiziellen würdigen Nachfolger herausgebracht haben. Neben einem leicht veränderten Design ist HUE GO dank Akku auch kabellos zu betreiben.

Living Colors Iris im Test

Nach fünf Jahren IRIS erlaube ich mir ein Fazit zu ziehen. Die Iris ist eine formschöne und smarte Lampe, die intuitiv und einfach zu bedienen ist. Sie hat bereits mehrere Tausend Stunden Leuchtzeit hinter sich und alle unsere Modelle liefen bisher ohne Aussetzer. Das gefällt. Auch die Möglichkeiten, LIVING COLORS Lampen mit HUE zu kombinieren wissen wir zu schätzen.

Einige andere Tester monierten, dass die Lampe überwiegend aus Plastik besteht. Und sie haben natürlich Recht. Aber. Plastik geht nicht so einfach kaputt, wären unsere Living Colors Iris Lampen aus Glas, hätten wir sicherlich schon einige Lampen nachkaufen müssen.

So hat auch diese Medaille zwei Seiten. Aber das weiß man auch vor dem Kauf.

Da Iris noch ohne weiße LEDs auskommt, muss sie die Farbe Weiß aus den 16 Millionen Farben mischen. Das bekommt sie auch hin, aber im Vergleich zur Hue Go die auch weiße LEDs verbaut hat, muss man hier Abstriche in Kauf nehmen. Wer den Vergleich beider Leuchten nicht hat, wird dies aber kaum bemerken. Die fehlenden weißen LEDs machen sich z.B. im Lesemodus bemerkbar.

Technische Details

  • Material: Kunststoff
  • Maße: Höhe 20 cm, Länge 18,5 cm, Breite 18,8 cm
  • Nettogewicht von 0,874 kg
  • Lichttechnologie: LED mit 18 V
  • Licht-Leistung: 10 Watt oder 210 Lumen
  • Abstrahlwinkel von 120 Grad
  • IP Schutzklasse: IP20 (Kein Schutz vor Wasser)
  • Produktbezeichnung: 70999/60/PH

Philips Living Colors Iris Nachfolger – HUE GO ist die neue Generation

Mittlerweise gibt es Iris in der dritten Generation. Ob eine weitere folgen wird ist fraglich, da die HUE Familie mit der HUE GO eine ähnliche Lampe herausgebracht hat, die zudem auch ohne Netzteil und nur mit Akku betrieben werden kann. Einen Testbericht zur Philips Hue Go findet ihr ihr. Ich würde sie als den inoffiziellen Nachfolger der Living Colors bezeichnen.

Außerdem in der Living Colors Serie erschienen

Neben IRIS sind folgende Lampen in der Living Colors Serie erschienen.

  • Philips Living Colors Bloom
  • Philips Living Colors Aura

Außerdem wurde das Modell IRIS auch als HUE Variante veröffentlicht

  • Philips Hue Iris Tischleuchte

Anleitung: Living Colors Iris mit HUE verbinden

Mithilfe der folgenden Anleitungen verbindest Du deine Living Colors Iris mit der Hue Bridge. Die kostenlose und manuelle Möglichkeit funktioniert in drei Schritten:

  1. Zurücksetzen der Fernbedienung
  2. Alle Living Colors Lampen mit der Fernbedienung koppeln
  3. Koppeln der Fernbedienung mit der Hue Bridge

Als erstes öffnest du das rückseitige Fach der Fernbedienung und drückst den Resetknopf. Es ertönt eine Ton Folge um dir die Eingabe bzw. den Reset zu bestätigen.

Dann schließt du alle Living Colors Lampen (Iris, Aura, Bloom) ans Stromnetz an und läufst mit der Fernbedienung zu den Lampen und drückst den Einschaltknopf (i). Wurde die Lampe erkannt wird sie dreimal blinken und danach zur Bestätigung grün leuchten.

Der fummelige Teil kommt zum Schluss im dritten Schritt. Fernbedienung und Hue Bridge liegen nah beieinander. Zunächst startet du die Kopplung der Geräte in dem du auf der Fernbedienung den „EIN“-Knopf und gleichzeitig den „Szene 1“ Knopf drückst. Parallel oder zumindest ganz schnell hinterher drückst du auf die Taste auf der Bridge. Ein Piep-Ton erfolgt und die Bridge fängt an zu blinken. Zu letzt wird nochmal der Knopf auf der Bridge gedrückt und auf der Fernbedienung der Einschaltknopf (I) gedrückt gehalten. Nach max. 8 Sekunden sollten die LEDs auf der Bridge wieder leuchten. Jetzt muss nur noch die Bridge mit der Hue App verbunden werden und schon können die Living Colors Leuchten über die Hue App gesteuert werden.

Nur für Apple-User: Die Alternative um IRIS und HUE zu verbinden

Wer ein Iphone besitzt kann seine Iris auch einfacher mit Hue verbinden. Mithilfe der ios App „iConnectHue für Philips Hue“ (hier im Appstore für aktuell 5,99 € erhältlich) spart man sich die manuelle Anbindung.

  1. App herunterladen, öffnen und mit der Hue Bridge verbinden
  2. Mithilfe des Plus-Symbols lassen sich neue Lampen hinzufügen
  3. „Mit Touchink suchen“ starten und dann die Living Colors auswählen

Ähnliche Funktionen bietet die App Hue Lights, die ebenfalls nur für iOS erhältlich ist. Diese war zum Zeitpunkt unserer Recherche kostenlos (Stand Januar 2019).

Living Colors mit Alexa steuern

Um die Living Colors Lampen mit Amazon Alexa und Echo zu verbinden kann man die Lampen ebenfalls resetten und der Tastenkombination „Ein“ und „Favorit1“ nutzen. Dann lässt man Alexa nach neuen Geräten suchen und sobald die Lampen wieder zu blinken beginnen hat man es geschafft. Wichtig: Wer diesen Schritt umsetzt, trennt seine Lampen von der Fernbedienung. Es geht an der Stelle nur entweder Alexa oder Fernbedienung. Eine Einschränkung kommt jedoch hinzu. Modelle der dritten Generation unterstützen zwar HUE aber lassen sich auch mithilfe unserer Tipps nicht mit Alexa verbinden, da Philips die Funktion gesperrt hat. Ein bisschen Glück gehört hier scheinbar mit hinzu. Alternativ greift man zum Iris Nachfolger, der Hue Go. Hier gibt es keine Probleme beim Koppeln von Alexa.

Wie erkenne ich, aus welcher Living Colors Iris Generation meine Lampe stammt?

Sofern du vier Leuchtdioden in der Front deiner Iris Lampe siehst, handelt es sich um eine Lampe der ersten Generation. Auf der länglichen Fernbedienung ist kein Hinweis auf die Generation. Ab der zweiten Gen steht dort am Batteriefach z.B. Gen2, so dass du Gen 1 und Gen 2 dadurch auseinander halten kannst. Ab der dritten Generation Gen 3 hat Iris außerdem eine runde Fernbedienung im Lieferumfang. Wer Lampen von Gen 1 und Gen 2 im Vergleich zuhause stehen hat, wird bestätigen, dass die Leuchtkraft ab der zweiten Generation deutlich zugenommen hat.

Zusammenfassung

Als eine der ersten smarten Lampen hat sie den technischen Weg für die Hue Family geebnet und mit Sicherheit zum Durchbruch der smarten Lampen beigetragen. Sie leuchtet zuverlässig in allen Farben des Regenbogens, sieht schön aus und kann sich mit der Hue Bridge verbinden. Dank Fernbedienung lässt sie sich auch ohne Apps und Smarthome nutzen und bereichert jeden Innenraum um eine besondere Lichtquelle.

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